AMA am Abend

Montags von 18 bis 20 Uhr im Veranstaltungsraum des AMA (SB II EG links)

Das Programm im Sommersemester 2015

…beschränkt sich nicht auf Afrika sondern hat global verbreitete Phänomene, Stile und Instrumente im Blick und orientiert sich am Seminar „Einführung die Musikethnologie“ von Cornelia Günauer, die die Filme vorstellen und kontextualisieren wird.

11.5. Latcho Drom (Frankreich 1993; Tony Gatlif; 103 min.)
Latcho Drom bedeutet auf Romani so viel wie Gute Reise. Ganz in diesem Sinne zeichnet der Film auf musikalische Weise die Migrationsbewegung der Roma von Indien über Nordafrika und Osteuropa bis nach Spanien nach. Der Film verzichtet dabei auf Dialoge, Interviews oder erläuternde Kommentare, sondern verlässt sich ganz auf Musik und Tanz als erzählerisches Mittel. Die zentrale Achse des Episodenfilms ist die Musik der Protagonisten, die sich auf der Reise von Ort zu Ort stetig verändert und zugleich eine, die Orte verbindende Konstanz bewahrt.

8.6. Songs of Mashangva (Indien 2010; Oinam Doren; 62 min.)
Rewben Mashangva ist ein Musiker und Sänger aus Manipur/Nordostindien. Der Film folgt seiner Reise durch die Hügel Manipurs, die er angetreten ist um die Lieder der älteren Bewohner der Gegend aufzuzeichnen und deren Instrumente nachzubauen. Hiermit will Mashangva einen Beitrag dazu leisten die Musik der in Manipur lebenden Tangkhul Naga, die er als durch das Christentum und internationale Populärkultur bedroht sieht, zu dokumentieren und für nachfolgende Generationen zugänglich zu halten. Gleichzeitig dokumentiert der Film auch den eigenen Musikstil Mashangvas, der als King of Naga Folk Blues mit Gitarre und Cowboystiefeln durch das Land tourt.

15.6. Lomax the Songhunter (Niederlande 2004; Rogier Kappers/Adri Schrover; 93 min.)
Von den 1940er Jahren an bis in die jüngere Vergangenheit hinein, galt das ungebrochene Interesse von Alan Lomax der sog. „Folk-Music“. Während zahlreicher Forschungsreisen sowohl auf dem amerikanischen Kontinent als auch nach Übersee, gelang den Ethnomusikologen eine beeindruckende Sammlung von Ton- und Videodokumenten. Seinen Spuren folgend zeichnet der Film ein teils liebevolles und persönliches Portrait von Alan Lomax und seinem Wirken.

22.6. Crossing the Bridge: The Sound of Istanbul (Deutschland 2005; Fatih Akin; 90 min.)
Der Film begleitet den Berliner Musiker Alexander Hacke, Bassist der Einstürzenden Neubauten, auf seiner musikalischen Entdeckungsreise durch Istanbul. In der türkischen Metropole begegnet Hacke den unterschiedlichsten Musikern – vom Straßenmusiker bis zum türkischen Superstar – die alle das breite musikalische Spektrum der Metropole am Bosporus ausmachen. Mit einem mobilen Tonstudio fängt Regisseur Fatih Akin zusammen mit Hacke die Klänge der Großstadt ein und zeichnet so ein Porträt der vielfältigen türkischen Musikszene in Istanbul.

13.7. Global Metal (Canada 2008; Scot McFadyen/Sam Dunn; 95 min.)
In seinem Film zeigt der kanadische Ethnologe Sam Dunn wie sich Heavy Metal weltweit ausbreitet und in unterschiedlichen Kontexten neu interpretiert wird. Seine Reise auf den Spuren dieses Musikstils führt ihn nach Brasilien, Japan, Indien, China, Indonesien Israel sowie in die Vereinigten Arabischen Emirate. Obgleich Heavy Metall überall unterschiedlich kontextualisiert und rezipiert wird, stellt er zugleich ein verbindendes Moment der Fangruppen in den verschiedenen Ländern dar.


Bei Rückfragen oder Themenvorschlägen bitte Hauke Dorsch, dorschh@uni-mainz.de, kontaktieren.

 

 

Das Programm im Sommersemester 2014

Do. 22.05.
(Achtung - nicht am Mittwoch! Uhrzeit folgt), Katrin Jahn - Sampling Techniken im HipHop

18.06. Tom Simmert - Afrofuturismus in der elektronischen Musik Südafrikas

25.06. Marie Dikpor - Ohrwürmer

09.07. Sven Mietzsch - Die Blues Harp

23.07. Andreas Kreiner-Wolf - Ska in Argentinien

 

 

Das Programm im Wintersemester 2013/14

 

…ist wieder äußerst visuell orientiert und gibt sich vielfältig: Roma-Musik, Dub-Poetry, teuflische Akkordeons - aber auch wieder Bezüge zum Seminarangebot mit afrokubanischem Jazz, feucht-heißen Nächten in Havanna, in den USA vergessenen aber in Südafrika erinnerten Musikern, einer Doku über Miriam Makeba und vielem mehr.

20. 11. Latcho Drom
Sven Mietzsch nimmt den Film über die Musik und Migrationen der Roma zum Ausgangspunkt für eine Einführung in die Roma-Musik. Im Film geht es von Rajasthan über Ägypten, die Türkei, Rumänien, Ungarn, die Slowakei, Frankreich nach Spanien. Gute Reise!

27. 11. Arturo Sandoval
Wiederum stellt ein Film den Ausgangspunkt für die Einführung in verschiedene musikalische Stile dar – hier nun soll der afrokubanische Jazz im Mittelpunkt stehen. Im August diesen Jahres von Präsident Obama mit der Freedom Medal ausgezeichnet, stellt Sandoval nur eines von vielen Beispielen exzellenter kubanischer Musiker dar, die ins Exil gegangen sind. Andere sind Celia Cruz und Paquito D’Rivera, die allerdings in den USA auf eine etablierte und stark kubanisch geprägte Latin-Jazz-Szene trafen (Mario Bauzá, Machito, Dizzie Gillespie, etc.). Der Film, nicht frei von zu erwartendem anti-castristischem Hollywood-Schmalz, spricht gleichwohl wichtige Wendepunkte der kubanischen Geschichte an und lässt Sandovals Entscheidung nachvollziehbar werden.

11.12.   Dub Poetry
Rebecca Möhle und Raphael Alberti stellen ein exemplarisch schwarz-atlantisches Genre vor, das sich in den 1970ern zwischen Jamaika und Großbritannien entwickelte. Ausgehend von Größen wie Linton Kwesi Johnson begann Dub Poetry als explizit politischen und sozialen Themen zugewandtes Genre und hat Einflüsse bis in die heutige Slam-Poetry-Szene.

15. 01. House in Südafrika
Tom Simmert präsentiert sein Forschungsfeld: die südafrikanische House-Szene – wir erfahren etwas über House im Allgemeinen, elektronische Musik und Kwaito in Südafrika – und bekommen reichlich musikalisches und visuelles Material präsentiert.

22. 01. Dub Poetry – Remix
Aufgrund der unerwarteten Nachfrage, nun noch einmal in der extended Dub-Version: Rebecca Möhle und Raphael Alberti stellen ein exemplarisch schwarz-atlantisches Genre vor, das sich in den 1970ern zwischen Jamaika und Großbritannien entwickelte. Ausgehend von Größen wie Linton Kwesi Johnson begann Dub Poetry als explizit politischen und sozialen Themen zugewandtes Genre und hat Einflüsse bis in die heutige Slam-Poetry-Szene.

29.01. Überraschungsabend!!!
Vielleicht gibt es Filme aus Kuba, Südafrika oder Kolumbien zu sehen – oder doch ganz unerwartete Musik zu hören. Noch sind Vorschläge willkommen! Ideen gibt es aber schon. Qualität – oder Schmalz – sind garantiert!!

 

Das Programm im Sommersemester 2013

22.05.2013 „Cuban Music in Sénégal“

Richard Shain from Philadelphia University will be presenting music pieces: Cuban traces in Western Africa! “Thisinformal presentation will musically explore the roots of Senegalese Afro-Cuban music and trace the development ofthis fascinating genre from the early 1960s into the twentieth century. The changing significance of this music inSenegal provides insights into how the Senegalese have thought about cosmopolitanism, authenticity and their placein the Black Atlantic.”

29.05.2013 Film: „Heimatklänge“

Rezension eines Amazon-Users"'Heimatklänge" ist für mich die bedeutendste Publikation zur mitteleuropäischen Musikethnologie des Jahres 2008,ein beeindruckendes Dokument, das uns vieles lehrt über die eigene (in diesem Fall: schweizerische oder alpine)Kultur, über den Umgang mit dem Eigenen und über Zugänge zum Eigenen über das vermeintlich Fremde. Der Filmzeigt in eindringlichen Bildern interkulturelle Zusammenhänge des Musizierens auf. Die Musikerpersönlichkeiten, diedarin zu Wort kommen, werden faszinierend in ihrem Schaffen und ihrer Umwelt dargestellt. Spannend, kurzweilig, ergreifend. "

05.06.2013 Audiofeature: „Familienalbum“

Erstellt von Steven Lueke, Frédédic Gesing, Sven Mietzsch und Patrick Schnarchendorf. Man höre und staune:Vorführung und Diskussion eines Versuchs zur alternativen Präsentation qualitativer Sozialforschung in derEthnologie. Ein Audiostück über Konzeption, Darstellung und Rezeption paläoanthropologischer Modellbildung immusealen Kontext. Der Mensch zwischen Natur, Geschichte und Evolution; zwischen Mainz, Frankfurt und sichselbst.

12.06.2013 „Nordafrikanische Musik“

Nouara Chergui präsentiert uns an diesem Abend Berberklänge - der Ursprung der Rai-Musik aus Marokko.

19.06.2013 „Ethnos im IFEAS“Dominic Feickert präsentiert einen Vortrag über die großen und kleinen Leute im Ethnologie-und Afrika-Institut Mainz!

 

 

Das Programm im Sommersemester 2012

... steht unter dem Eindruck der letztsemestrigen Veranstaltung „Das AMA stellt sich vor“ und der Seminare „Afrikanische Musik, Weltmusik, postkoloniale Perspektiven“ sowie „Die Repräsentation Afrikas in Konzert und Musikfestival“. Folglich sind vor allem (aber nicht ausschließlich) Stile und MusikerInnen zu hören, die im Westen als „Weltmusik“ vermarktet werden und der Blick richtet sich auf die Afrika-Repräsentationen in dieser Musik.

25. 4. Hip Hop in Kamerun
Katrin Jahn präsentiert die Ergebnisse ihrer Magisterforschung zur Hip Hop-Szene in Yaoundé. Die neusten Rapper aus dem Kamerun werden vorgestellt, die Erfahrungen einer Forschung zwischen Studio und Battle reflektiert.

2. 5. House in Südafrika
Tom Simmert stellt die Johannesburger elektronische Musikszene vor und berichtet von seiner Feldforschung. Zu hören sind neben House-Acts wie Mi Casa und Black Coffee auch Kwaito-Veteranen wie Spikiri.

4. 7. Der neue Clip „Das AMA stellt sich vor“
Sven Mietzsch präsentiert die neue Version des „Imagefilms“ und berichtet über die schnitttechnischen, juristischen und musikalischen Herausforderungen bei Herstellung und Publikation des Films. 

Das Programm im Wintersemester 2011/12

…ist wieder äußerst visuell orientiert und gibt sich besonders vielfältig: die neusten Stars aus Kinshasa, Punk aus Peking, Gothic Country in den Südstaaten, aber auch wieder Bezüge zum Seminarangebot.

2. 11. Benda Bilili!
Ein Film über die Kongolesische (Kinshasa) Band “Staff Benda Bilili” aus dem Jahre 2010. Die Macher liefern ein umfassendes Bild über die Verquickung vom Alltag der durchweg Polioversehrten Bandmitglieder und ihrer Kunst und tragen damit nicht unerheblich zum Erfolg der Gruppe und ihrer Musik bei, welche selbst verschiedenste Elemente und Stile in sich vereint.

9. 11. Crossing the Bridge
Nicht nur Spielfilme wie „Gegen die Wand“ oder „Soul Kitchen“ gehören zum Repertoire vom Fatih Akin. Ebenso schafft diese sehr subjektive Darstellung der Istanbuler Musikszene einen Eindruck davon, wie sie sich zum deutschen Punk der „Einstürzende(n) Neubauten“ verhält.

16. 11. Searching for the Wrong-Eyed Jesus
Die BBC begleitete den Musiker Jim White bei seinem Road Trip durch den Süden der USA. Das bild-und musikgewaltige Werk aus dem Jahre 2003, vermittelt einen überaus atmosphärischen Einblick in die Kunst des Erzählens, als die sich Musik eben auch begreifen lässt. Neben Frömmelei stehen handfeste Probleme im Fokus. Alles muss gewiss mitgedacht werden, wenn man sich den Menschen nähern möchte.

23. 11. Das Fest des Huhnes
Walter Wippersberg schuf diesen “Klassiker des Ethnologischen Films” im Jahre 1992. Wer den Film noch nicht kennen sollte, der mache sich darauf gefasst vom Subjekt zum Objekt degradiert zu werden. Aber freilich nicht ohne die (allzu) üblichen hanebüchenen Erklärungen. Im Schweinsgalopp durch alle ethnologischen Klischees. Herzlich Willkommen im „unberührte(n) und rätselhafte(n) Oberösterreich“.

7.12. Beijing Bubbles
Dieser Film aus dem Jahre 2005 begleitet verschiedene Pekinger Punk Bands bei Proben und im Alltag. Er visualisiert recht eigentlich genau das, was man von einem Dokumentarfilm erwarten würde. Aber das Besondere daran ist eben: Punk in Peking…

18. 1. Best of Bollywood
Cornelia Steudner präsentiert Musikvideos aus indischen Filmen

25. 1. Afrikanische Musikvideos
Highlights aus dem Seminar „Musikvideos in Afrika“ von Hauke Dorsch.

 

Das Programm im Sommersemester 2011

steht unter dem Eindruck der letztsemestrigen Veranstaltung „Das AMA stellt sich vor“ und der Seminare „Afrikanische Musik, Weltmusik, postkoloniale Perspektiven“ sowie „Die Repräsentation Afrikas in Konzert und Musikfestival“. Folglich sind vor allem (aber nicht ausschließlich) Stile und MusikerInnen zu hören, die im Westen als „Weltmusik“ vermarktet werden und der Blick richtet sich auf die Afrika-Repräsentationen in dieser Musik.


20. 4. Musik in Togo
Cornelia Steudner präsentiert die große musikalische Vielfalt eines kleinen Landes.

27. 4. Manding Pop aus Mali
Im sahelischen Westafrika sind in Manding-Sprachen gesungene Lieder besonders erfolgreich. Hannah-Felah Koroma spielt u. a. Stücke von der Rail Band, Salif Keita, Nahawa Doumbia, Oumou Sangaré, Kasse Mady, Basekou Kouyaté und (als Ausflug nach Guinea) Mory Kante.

11. 5. Hip-Hop im Senegal
Seit den 1990ern ist Dakar die Hip-Hop-Metropole des afrikanischen Kontinents. Martha Kandziora stellt Gruppen und Stars des SeneRap vor.

18. 5. Der Clip „Das AMA stellt sich vor“
Sven Mietzsch stellt sein „Filmchen“ vor und berichtet über die schnitttechnischen, juristischen und musikalischen Herausforderungen bei Herstellung und Publikation des Films. Janika Herz und Dominic Feickert steuern zur anschließenden Diskussion ihr filmisches Know-How bei.

25.5. Stars der „Weltmusik“
In den 1980ern wurde ein kurioses Label geschaffen, das musikalisch alles von indischen Ragas, über jamaikanischen Reggae, antillanischen Zouk, westafrikanische Koramusik, rumänische Doinas, bis hin zur Aborigine-Musik dem „westlichen“ (d.h. seinerzeit: nordamerikanischen, westeuropäischen und japanischen) Publikum schmackhaft machen sollte. Wir hören und sehen Beeindruckendes und Kurioses von Nusrat Fateh Ali Khan, Ofra Haza, Yothu Yindi, Mory Kante, dem Buena Vista Social Club u.v.a.

8. 6. Mit Plattenlabels nach Afrika
Mit kurzen Video-Clips bewerben Plattenfirmen ihre Neuerscheinungen. Das gilt auch für die etablierten afrikanischen Musiker, wie Ali Farka Touré, Mory Kanté oder Toumani Diabaté, für weniger bekannte, wie den Hoddu-Spieler Bara Sambarou, oder auch für westliche Musiker auf Inspirationsreise nach Afrika, wie etwa die amerikanische Jazzerin DeeDee Bridgewater. Was für Bilder von Afrika (hier meist Mali) bekommen die Musikkonsumenten zu sehen?

29. 6. Unglaublich Merkwürdige Musik 1: Yma Sumac
Unter dem Titel „Incredibly Strange Music“ wurden in den 1990ern Kompilationen wirklich eigenartiger Musik, meist solcher, die mit dem Label „Exotica“ ganz gut charakterisiert sind, herausgegeben. Das kam nicht ganz von ungefähr, denn mit der Begeisterung für „Weltmusik“ ab den späten 1980ern wurden auch einige kuriose musikalische Stile und Solitäre neu „entdeckt“. Einige VertreterInnen gewagter musikalischer Expeditionen sollen künftig in loser Folge präsentiert werden. Zum Auftakt ist Yma Sumac, die Diva der exotischen Musik, zu hören. Sie startete ihre Karriere in den Mambo-begeisterten 1950ern als Inka-Prinzessin, die die verlorenen musikalischen Schätze ihrer Heimat hob und auf die Bühnen der Welt brachte. So klingt die Musik dann auch: Stimmakrobatik trifft auf Technicolor-Abenteuerfilm.

6. 7. Tango - von Carlos Gardel bis zum Gotan Project
Sarah Fichtner stellt die musikalischen Höhepunkte des Tango aus sechs Dekaden vor. 


AMA am Abend hieß früher Musik am Mittag  und fand mittwochs von 12-14 Uhr stand.

Bei Rückfragen oder Themenvorschlägen bitte Hauke Dorsch, dorschh@uni-mainz.de, kontaktieren.